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Bei Blechblasinstrumenten mit Ventilen kämpft man seit ihrer Erfindung bei gleichzeitiger Betätigung mehrere Ventile mit der Feinabstimmung der Tonhöhe (Intonation).

Wenn zum Beispiel ein Ventil um einen Halbton erniedrigt und ein weiteres Ventil um einen Ganzton, so ist bei Betätigung beider Ventile für den sich ergebenen Anderthalbton die Rohrlänge etwas zu kurz, so dass der Ton zu hoch wird.

Um dieses Problem zu „kompensieren“, erfand der englische Akustiker James David Blaikley im Jahr 1874 die Kompensationsventile


Ein Cornet mit Ventilen in Doppelfunktion aus einem Katalog um 1910 von Carl Fischer in New York. Die Fa. Carl Fischer hatte in Amerika die Exklusivrechte zum Verkauf von Instrumenten der Fa. Besson & Co aus London. Die Instrumente mit diesen Ventilen bezeichnete man als
"The Besson - Enharmonic Valves - Instruments".
Ein "Enharmonic"-Cornet von Besson ist auf den Folgeseiten zu sehen.

Der Luftstrom einer Ventilschleife wird dabei zusätzlich durch andere Ventile geführt, um kurze Rohrlängen extra einzubinden. Die kombinierte Betätigung der Ventile ergibt dann die korrekte Rohrlänge zur Realisierung des Tones.

Eine andere kompensierende Methode ist die Doppelfunktion der Ventile. Hierbei wird der Luftstrom von einem Ventil (eine Art Umschaltventil) wahlweise in kurze oder geringfügig längere Ventilschleifen der anderen Ventile gelenkt. Nach Rückkehr zum umschaltenden Ventil geht der Luftstrom ins Schallstück. Auch hier ergibt die kombinierte Betätigung der Ventile die korrekte Rohrlänge für eine nahezu saubere Tonhöhe.

Der junge Musiker namens John G. Steffey (1867-1931) aus Williamsport (Maryland) war Cornetist in einer amerikanischen Brass-Band und zeigt stolz sein mit kompensierenden Ventilen ausgestattetes Conn Vocal-Cornet.
Die Aufnahme entstand bei B.W.T. Phreaner in Hagerstown (Maryland) um 1880.

Die Reproduktion der Inhalte und Abbildungen ist ohne schriftliche Genehmigung von Dirk Arzig nicht erlaubt. | Brass Tacks bedeutet im übertragenen Sinne - das Wesentliche -