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Dieses "wahrhafte" Kompensations-Cornet basiert auf einem Patent des Jahres 1878 von David James Blaikley für die Londoner Firma Boosey & Co. Am 17. Juni 1879 wurde das Patent auch für den U.S.-Markt eingetragen.
Als leitender Angestellter bei Boosey & Co. gelang David James Blaikley wenige Jahre zuvor eine raffinierte Konstruktion zur Nutzung zusätzlicher Rohrlängen an Instrumenten mit drei Perinetventilen, um eine stimmige Intonation zu erreichen. Beim Drücken eines Ventils im Zusammenhang mit der Betätigung weiterer Ventile werden andere Windwege durch benachbarten Ventile genommen und wieder zurückgeleitet. Das recht komplexe Kompensationsprinzip traf auf jedes Ventil gleichermaßen zu.
Das Instrument ging durch die Hände des um 1875/76 nach Indianapolis ausgewandeten Deutschen, Emil Wulschner, Er hatte sich die exklusiven Verkaufsrechte der in London hergestellten Boosey & Co.-Instrumente für den U.S.-Markt ab der zweiten Hälfte der 1870er Jahre gesichert. Wulschner selbst war laut dem Münchner Adressbuch noch im Jahr 1874 der Musikmeister des königlichen I. Infanterie Regiments.
Das Cornet ist in Es gestimmt und trägt folgende Signatur:
„PATENTED / 17TH June 1879 / No. 216595 / CLASS A / TRADE MARK BOOSEY / PATENT / COMPENSATION PISTONS / BOOSEY & Co. / MAKERS / 295 REGENT STR / LONDON / 39343 / Emil Wulschner / Solo Agent U.S. / Indianapolis Ind.“

Die Ventile und ihre Bestandteile sind mit 1 / 2 / 3 gekennzeichnet. Das mittlere Ventil ist zusätzlich mit „PATENT 35217“ und der Schutzmarke gestempelt. Diese Patentnummer betrifft vermutlich die drehbare Wasserablassvorrichtung in den unteren Ventildeckeln. Die Seriennummer 39343 auf dem Schallstück deutet auf das Baujahr 1891.
Die rote Linie zeigt den Windverlauf, wenn kein Ventil betätigt wird.
Und hier der Windverlauf, wenn alle Ventile betätigt werden.

Die Reproduktion der Inhalte und Abbildungen ist ohne schriftliche Genehmigung von Dirk Arzig nicht erlaubt. | Brass Tacks bedeutet im übertragenen Sinne - das Wesentliche -