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Einblicke in die Fertigung bei Besson (London) nach einem Artikel des „Strand Magazine“ aus dem Jahr 1894 (Vol. VIII, Nr. 72).

In diesem Artikel wird darauf hingewiesen, dass die bekannte Instrumentenserie „Prototype“ der Instrumentenfabrik Besson auf ein Formgebungswerkzeug gleichen Namens beruht. Durch die Nutzung des Werkzeugs ist es möglich, Instrumente in Serie mit sehr geringen Fertigungstoleranzen zu produzieren.
Im Artikel wird die Funktionsweise des Werkzeuges sehr technisch erklärt. Diese Detailbeschreibung verwundert etwas, da das Strand Magazine keine Fachzeitschrift war, sondern ein beliebtes Unterhaltungsmagazin für die breite Masse darstellte.
Eine sinngemäße Übersetzung ergab folgendes:
Das auf einer Ziehbank montierte Werkzeug bestand vordergründig aus einem langen und runden Strangwerkzeug aus gehärtetem Stahl mit glatter Oberfläche und konischem Verlauf.
Auf das schmalere Ende des Werkzeuges wurde das zu verformende Messingrohr geschoben. Das Ganze wurde dann mit einem dicken Bleiring ummantelt. Starke Greifzangen hielten den Bleiring auf der Ziehbank fest. Danach wurde mit sehr großer Kraft das Werkzeug über eine definierte Strecke durch den Bleiring und das Messingrohr gezogen. Das Messingrohr weitete sich entsprechend dem konischen Verlauf des Werkzeuges. Auch der Bleiring gab verformend nach.

Die Bleiummantelung gewährleistete sicherlich eine gleichmäßige Weitung des Messingrohres und verhinderte ein seitliches Abknicken während des Ziehvorganges.
Es war offensichtlich möglich, nahtlose Rohre konisch zu verformen und in Serie herzustellen. Die Werkzeuge waren bestimmt von kleinen bis großen Durchmessern vorhanden, um alle machbaren Rohrweiten zu realisieren.
Die Bleiummantelung konnte nach dem Ziehvorgang leicht eingeschmolzen und über eine Gussform ein neuer Ring hergestellt werden.






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