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Das Cornet-Mundstück von der Firma Whaley, Royce & Co. geht auf ein Patent von Benjamin Witmer aus dem Jahre 1896 zurück. Wenn der Musiker sein Cornet incl. Mundstück zunehmend auf seine Lippen presste, verkleinerte sich das Kesselvolumen und umgekehrt. Die eingebaute Feder bildete dabei die Gegenkraft.
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Es funktioniert wie das Mundstück von Fulik (siehe europ. Mundstücke). Der aufgeschraubte Mundstückrand konnte durch andere von Waley, Royce & Co. angebotene Randformen ersetzt werden.
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Es ist signiert mit: WHALEY, ROYCE & CO. / MAKERS. TORONTO.CAN. / PAT.1896. / PAT.AUG.25TH 1896.
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In einem Katalog von Whaley, Royce & Co. wurde das Funktionsprinzip dargestellt.
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Dieses unsignierte Cornet-Mundstück folgt dem gleichen Prinzip, wie das oben abgebildete Mundstück von Whaley, Royce & Co.
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Im Gegensatz zum obenen Mundstück ist es jedoch nicht in seine Bestandteile demontierbar. Das Foto zeigt den entlasteten Zustand.
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Zunehmender Anpressdruck der Lippen des Musikers auf den Mundstückrand bewirkt eine Verschiebung in Richtiung Kessel. Das innere Volumen wird kleiner.
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Der Erfinder Harry R. Lehnherr (1877-1971) stellte am 16. Dezember 1908 einen Patentantrag für die Konstruktion eines Cornet-Mundstückes. Am 10. Februar 1910 erfolgte die Patentierung unter der Nr. US949021A. Eine schlitzgeführte Madenschraube sorgt für den Zusammenhalt von Mundstückrand und Schaft sowie den Verdrehschutz.
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Der obere Rand des aufgeschraubten Federgehäuses dient der Begrenzung der Kesselvolumen-Verkleinerung. Zudem kann der Musiker mittels Verdrehen des Federgehäuses die Federkraft variieren.
Funktional gibt es keinen Unterschied zu den beiden oben gezeigten Mundstücken.
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Die Stempelung auf dem Federgehäuse lautet: MAN’F AND PAT’D / FEB.15.1910 / BY H.R. LENHERR / MERCERSBURG.PA.
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Das Cornet-Mundstück von Thomsen folgt dem Prinzip der Volumenänderung im Kessel, wie das Mundstück von Fulik. Der Unterschied besteht nur darin, dass die Volumenänderung
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durch manuelle Drehung des Kessels erfolgt.
Signatur: P.THOMSEN PAT.JUNE 7.81 – IMP.MA
Signatur am Schaft: J.W. PEPPER.AGT.PHIL
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Links das Thomsen Patent-Mundstück und rechts ein Trompetenmundstück von J.W. PEPPER & SON aus Philadelphia (USA) mit gleichem Funktionsprinzip.
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In einem J.W. PEPPER & SON-Katalog des Jahres 1912 wird das Funktionsprinzip über die 3 Abbildungen erklärt.
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Das Patent von Fortunato Sordillo vom 27. April 1920 hatte den Zweck, ein universelles Mundstück zu schaffen, das unter Beibehaltung des für den Musiker gewohnten Kessels (aber abschraubbaren Schaft) den Einsatz für verschiedene Blechblasinstrumente ermöglichen sollte.
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Der Erfinder und Musiker Fortunato Sordillo wurde 1885 in der Nähe von Neapel geboren. Als er 14 Jahre alt war, wanderte seine Familie nach Bosten (Massachusetts) aus. Er studierte dort Musik und war unter anderem von 1918 bis
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1920 beim Boston Symphony Orchestra als 1. Posaunist angestellt bis man ihn aufgrund eines Orchester- Streiks „feuerte“.

Das Mundstück (für Posaune?) ist gestempelt mit SORDILLO / MULTI-BORE / PAT 4•27•20 und TI.
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Hier ein zweites Mundstück nach dem oben beschriebenen Patent von Fortunato Sordillo.
Es ist ein Cornet-Mundstück.
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Das Mundstück ist gestempelt mit SORDILLO / MULTI-BORE / PAT 4•27•20 und A2.
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Bei diesem Mundstück wurde ein Hartgummi-Mantel über einen dünnwandigen Messing-Kessel vulkanisiert. C.G. Conn (USA) erhielt am 28. August 1906 ein Patent auf sein „Hygiene-Mundstück“.
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Um die Vorteile eines solchen Mundstückes zu unterstreichen, schreckte man damals nicht davor zurück, die bestehende Gefahr einer Blutvergiftung bei einem normalen Mundstück durch eklige mikrobiologische Prozesse zu beschreiben.
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Ein Cornet-Mundstück mit axial angewinkeltem Kesselrand. Dadurch konnte das Instrument in einer gewissen Neigung gespielt werden, ohne dass der Blick des Musikers dieser Neigung folgen musste oder es diente zum Ausgleich einer anatomischen Besonderheit des Besitzers.
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Das Mundstück ist am Kessel gestempelt mit YORK & SONS / E_QUO / MODEL.

Am Schaft ist noch eine 6 gestempelt.
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Ein Cornet-Mundstück mit unterschiedlicher Randdicke. Es ist signiert mit PAT.JUNE 28-10 und der Nr. 211 auf der anderen Seite.
Als Patentinhaber vom 28. Juni 1910 ist Leon E. Taylor nachweisbar.
     

Die Reproduktion der Inhalte und Abbildungen ist ohne schriftliche Genehmigung von Dirk Arzig nicht erlaubt. | Brass Tacks bedeutet im übertragenen Sinne - das Wesentliche -